Sehr geehrte Besucher,
wir versuchen hier die Chronik der Schlieffen-Kaserne, durch eine kleine Illustration, aufzuzeigen.
Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.
Natürlich möchten wir so wahrheitsgemäß wie möglich und so detailliert wie möglich, diese Chronik, Ihnen präsentieren.
Deshalb bitten wir Sie bei Fehlern oder Unvollständigkeit uns zu informieren.
Wenn Sie vielleicht noch alte Fotos von der Kaserne haben, treten Sie mit uns in Kontakt. (KONTAKT hier)klicken)
Mit kameradschaftlichem Gruß,
Dietmar Scholl
Update 10.07.2021
Hallo Kameraden,
vor einiger Zeit erhielten wir auf unserer Webseite die82ziger.de,
eine Anfrage von Herrn Dr. Werner H. Preuß.
Es ging um eine kleine Hilfestellung zu einem Buch.
"Die Geister der Schlieffen-Kaserne".
Natürlich haben wir gerne geholfen und noch einen Kontakt zwischen Herrn Dr. Preuß und Hans Otto Köster hergestellt, bei dem Dr. Preuß nun mal richtig geholfen wurde.
Was sollen wir noch lange schreiben, das Buch kann HIER bestellt werden.
Die Schlieffenkaserne
Ei eine kleine Illustration über die Schlieffenkaserne.
Erbaut wurde die Schlieffenkaserne Mitte der 1930er Jahre. 1936 zog dort das Kavallerie-Regiment 13* mit 3000 Pferden ein. Die Tröge und die Halterungen für die Pferde waren teilweise bis zum Abriss der technischen Bereiche und Garagen, im Jahr 2010 noch sichtbar.
Ende August 1939 wurde das Kavallerie-Regiment 13* aufgelöst.
Der bronzene Reiter von August Waterbeck stand seit Herbst 1939 vor dem Stabsgebäude der Schlieffenkaserne,
bevor er 1956 an den Schifferwall versetzt und zum Ehrenmal des Kavallerie-Regiments 13 erhoben wurde.
Reiterdenkmal für die Toten des Kavallerie-Regiments 13 in Lüneburg
Am 26. August 1939 wurde die Kavallerie-Ersatz-Abteilung 13 aufgestellt. Untergebracht wurde die Abteilung in der Schlieffen-Kaserne.
Die Ersatz-Abteilung wurde am 27. April 1943 in Aufklärungs-Ersatz-Abteilung 13 umbenannt. Am 15. Dezember 1943 wurde die Ersatz-Abteilung aufgelöst und am gleichen Tag in die neue Kavallerie-Ersatz-Abteilung 100 eingegliedert.
Nachdem in mehreren Schlachten im Westen und den Niederlanden die Abteilung schließlich von amerikanischen Truppen eingekesselt und in Gefangenschaft geraten war, wurde am 26. September 1944 die Ersatz-Abteilung als 100./X Lüneburg wieder aufgestellt. Sie wurde am 7. Dezember 1944 in Kavallerie-Ersatz-Abteilung 20 umgewandelt.
Bis zum Kriegsende 1945 wurden in der Schlieffenkaserne Wehrmacht-Truppen versorgt und ausgebildet.
Nach Kriegsende 1945 wurde die Schlieffenkaserne von alliierten Truppen genutzt, welche sich zumeist aus britischen Truppen zusammensetzten.
Im Jahr 1958 hielt die neu gegründete Bundeswehr Einzug in die Schlieffenkaserne
Hinweis: Zum Vergrößern auf den Artikel klicken
Folgende Verbände waren in der Schlieffenkaserne stationiert:
Panzerbataillon 83 1958-1992
Panzergrenadierbataillon 82 1958-1992
Panzerbataillon 84 1959-2002
Panzerbataillon 81 1980-1992
Panzerartilleriebataillon 85 nach Schließung der Scharnhorst-Kaserne 1992-1997
Foto von der Schlieffenkaserne aus dem Jahr 2000. Quelle: Google Earth (ohne Beschriftung).
Wir haben hier in das Foto die Belegung der Schlieffenkaserne bis 1992 eingetragen.
Es haben sich schon kurz nach Veröffentlichung dieses Fotos einige Leute gemeldet, die uns darauf hingewiesen haben, dass die Beschriftung so nicht stimmt.
Z.B. soll in den ABC Trainingsräumen, die Werkstatt der Standortverwaltung gewesen sein.
Wir möchten uns dafür entschuldigen aber wir konnten nicht jede Zeitepoche in das Foto integrieren.
Die Schlieffenkaserne aus östlicher Richtung fotografiert.
Es sind noch Panzer und andere Militär Fahrzeuge zu sehen, wir wüssten zu
gerne wann die Aufnahme entstanden ist.
UPDATE: 23.09.2021
Sehr geehrte Herren,
zur Aufnahme/Zum Foto der Schlieffen Kaserne bzw. Ihrem Anliegen, wann dieses Foto gemacht wurde, komme ich in meiner Recherche zu dem Ergebnis, dass meiner Meinung nach, die Aufnahme wahrscheinlich im Sommer 1986 entstanden ist.
Begründung:
Bis Anfang der 1980-er Jahre stellte sich die Verkehrssituation in Lüneburg folgendermaßen dar: Es existierte im nordöstlichen Lüneburg und südlich der Gemeinde Adendorf gelegen, der sogenannte Lüner Kreisel. Dieser nahm den Kfz.-Verkehr der dort einmündenden Bundesstraßen B4 und B209 auf bzw. verteilte ihn in die jeweiligen Straßen. Der (zunehmende) Durchgangs- und Fernverkehr floss von dort aus als Bundesstraße B4/B209 direkt durch die Lüneburger Innenstadt. Insofern wurde bereits in den 1970-er Jahren eine notwendige Ortsumgehungsstrecke für die Stadt Lüneburg geplant. Dieses Verkehrs-Projekt wurde dann auch ab August 1982 mit Baubeginn am (seinerzeitig) alten Flugplatz an der Bleckeder Landstraße, südöstlich der Theodor-Körner-Kaserne gelegen, begonnen. Die Trasse wurde in zwei Abschnitten gebaut und führte im Ergebnis zu der heute gegebenen Verkehrssituation, nämlich der Ortsumgehung Lüneburg als vierspurige Kraftfahrtstraße. Im damaligen ersten Bauabschnitt wurden die Baumaßnahmen von ostwärts der Schlieffenkaserne zunächst nach Norden in Richtung des genannten Lüner Kreisels durchgeführt. Der Lüner Kreisel wurde im Zuge der Baumaßnahmen abgebrochen und die Trasse wurde direkt zur südlich von der Gemeinde Bardowick einmündenden Bundesautobahn A39 (damals A250) geführt. Am Ost-Tor der Schliefen-Kaserne entstand die/eine Ausfahrt/Auffahrt von/zur nunmehr als Bundesstraße B4/B209 benannten Kraftfahrtstraße. Dieser (erste) Ausbauabschnitt konnte im Jahr 1985 dem Verkehr übergeben werden. Der zweite Bauabschnitt, südlich der Schlieffen-Kaserne und der dortigen Ausfahrt/Auffahrt wurde dann im Jahr 1987 fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.
Ausgehend von dieser Verkehrssituation ergibt sich beim Betrachten des Fotos ein Bauzustand, der offenbar zeitlich zwischen dem ersten und dem zweiten Bauabschnitt liegt. Denn, rechts unten im Foto ist zwischen den Bäumen unschwer eine vierspurige Straßentrasse zu erkennen. Die dazugehörige Auffahrt im Vordergrund und in Fahrtrichtung Norden ist von Laub bewachsenen Bäumen verdeckt. Links davon, also ab dem Hausdach des im Vordergrund einzelnstehenden Gebäudes und dann weiter links in Fahrtrichtung des weißen Pkws, wird die Trasse, nunmehr nur zweispurig Richtung Süden, vermutlich vorerst nur bis zur Dahlenburger Landstraße B216 fortgeführt. Weitere Bauarbeiten zum Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Strecke Richtung Uelzen haben, zumindest in diesem Abschnitt, noch nicht begonnen. Damit bleibt, nach meinem Verständnis, eigentlich nur ein Zeitfenster zwischen dem Jahr 1985, der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts und dem Jahr 1987, der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts.
Das wäre mein Recherche-Ergebnis. Ich hoffe, dass dies etwas geholfen hat die Frage zum Aufnahmezeitpunkt des Fotos zu klären und
verbleibe mit besten Grüßen
Matthias Reinhold
Quelle: Matthias Reinhold.
Oben auf dem Foto zu sehen der M48 der an der Wache West, Hauptwache beim PzGrenBtl 82, stand.
Das Foto wurde von Bernd Krekeler, Soldat der 1/82, aus dem Block der 1/82 gemacht.
Hier der Text von Bernd Krekeler zu dem Foto:
Hi Dietmar,
das Foto wurde direkt nach meiner Grundi (bei der 14/I ebenfalls in Lüneburg) vom Fenster des MatNachwTrp Zimmers (halt im Stabsgebäude) aus geschossen und muss von Dez./Jan 1987 sein, also da war HptFw Scholz noch Spieß.
Auf dem Foto unten sieht man wie der M 48 mit der Nummer Y-828-384 der jahrelang vor dem Eingang (Wache) West stand, auf die neu gegossenen Fundamente gebracht wird.
Auf dem Foto unten sieht man die Kompanieblöcke sowie die Küche, Kantine und Verwaltung des Panzergrenadierbataillon 82 aus südöstlicher Richtung, hier quartierte sich ab 1992 das Panzerartilleriebataillon 85 ein.
Das Foto entstand im April 2019 und das Copyright liegt bei Stefan Wöhlke, der diese Aufnahme machte.
Von den letzten verbliebenen Einheiten in der Schlieffenkaserne, Panzerartilleriebataillon 85 und Panzerbataillon 84, traf es 1997 nun auch das Panzerartilleriebataillon 85. Das Bataillon wurde zum 31. März 1997 aufgelöst.
Nachdem nun auch das Panzerartilleriebataillon 85 aufgelöst war, zog am 30. Juni 2000 die erste Behörde in einem Kompanieblock, des ehemaligen Panzergrenadierbataillon 82, ein.
Bis 2002 folgten sechs weiter Behörden und so ist das Erhalten der Wohn und Verpflegungsgebäude, über die Zeit, erstmal gesichert.
Anders sieht es für die Bereiche nördlich des Ex-Platzes aus, also technischer Bereich, Sporthalle, Sportplatz Hindernisbahn usw., dort kreiste seit 2005 die Abrissbirne und es entstand ein neues Wohnviertel (Hanseviertel).
Im Jahr 2002 wurde dann auch das letzte in der Schlieffenkaserne verbliebene Panzerbataillon 84 aufgelöst.
Damit war die lange Ära der militärischen Kaserne beendet.
Bereits um den Jahrtausend-wechsel 1999-2000, kamen die ersten Bundesgrenzschutz-Einheiten in die Schlieffenkaserne um dort Ausrüstung und Mannschaften unterzubringen, die für die Begleitung der
"Castor Transporte" nach Gorleben, gebraucht wurden.
Man bediente sich damals der Kompanieblöcke 7. und 8. und stellte zusätzlich Container auf den Ex-Platz des Panzergrenadierbataillon 82.
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2003 wurde die Kaserne geteilt, die Unterkünfte von ehemaligen PzBtl. 83 und PzBtl. 84 bekam die Bundespolizei komplett eingerichtet übergeben auch wurden die technischen Gebäude genutzt und zusätzlich noch Container aufgestellt. Der hintere Teil wurde ausgegrenzt, vermietet und später das Baugelände des Hanse-Viertels.
Die Bundespolizei war bis September 2016 in der Schlieffenkaserne.
Im Jahr 2013, mit Beginn der Flüchtlingskrise, wurden zwei Kompanieblöcke vom ehemaligen Panzerbataillon 83 mit ca. 180 Flüchtlingen belegt.
Es waren die Blöcke 30 und 31 (nachzuschauen in der Gebäudebezeichnung Schlieffenkaserne, Foto oben) die überwiegend von syrischen Flüchtlingen bewohnt waren.
Mit dem Verkauf der Grundstücke im Jahr 2018, folgte der unmittelbare Auszug der Flüchtlinge.
Unmittelbar nach dem Auszug begann der Abriss der Gebäude vom PzBtl.83 um Platz für das Baugebiet ""Hanseviertel 3" zu schaffen.
In den folgenden Videos und Fotos ist der Verlauf der Abrissarbeiten in der Schlieffenkaserne ein wenig dokumentiert.
Das Video unten entstand im April 2019.
Gedreht wurde es von Stefan Wöhlke, dem wir dafür recht herzlich danken.
Das Foto unten zeigt die Garagen des PzBtl. 83, die neue Küche, die Zahlstelle, Fernschreibstelle, etc.
Aufgenommen im April 2019










































